Große Geschichte

Nachdem im Februar 1936 in Garmisch die Olympischen Winterspiele stattfanden, wurden im selben Jahr die Sommerspiele erstmals in Deutschland ausgetragen. Als das Olympiastadion in Berlin 1936 eingeweiht wurde, war es eines der Größten und Modernsten der Welt. Der erfolgreichste Sportler der Spiele wurde der afroamerikanische Jesse Owens mit vier Goldmedaillen.

Die männlichen Athleten wohnten im Olympischen Dorf in Elstal – ca. 15 Kilometer vom Olympiastadion entfernt. Das 550.000 Quadratmeter große Olympische Dorf umfasste 141 Wohnhäuser, Sozial-, Gemeinschafts- und Trainingsgebäude für die 3.600 männlichen Athleten. In einem Haus wohnten zehn bis zwölf Athleten. Am 20. Juni 1936 bezogen die ersten Athleten das Olympische Dorf.

Zentrum des Olympischen Dorfes war und ist das Speisehaus der Nationen. In 38 Speisesälen für jede Nation mit eigener Küche versorgten 200 Köche die Athleten. Von den Terrassen vor dem Gebäude hatte man einen Blick über das Olympische Dorf bis zum Olympiastadion.

Das Hindenburghaus war neben dem Speisehaus Treffpunkt der Athleten. Empfangsbereich und Verwaltungseinrichtungen mit Post, Gaststätte und Einkaufsläden waren außerdem untergebracht. Sportplatz, Turnhalle, Schwimmbad, Ärztehaus und ein Badesee mit Sauna vervollständigten die Anlage.

Nach Beendigung der Olympischen Spiele blieb das Gelände in der Obhut der Wehrmacht. Mit Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm die Sowjetarmee das Areal. Teile der Bauten wurden Lazarett, andere verblieben zu sportlicher Betätigung. Die Sowjetarmee übergab 1992 das Gelände an die deutschen Behörden. Von 1993 bis 2004 standen die Gebäude leer. Seit 2004 kümmert sich die „DKB-Stiftung für gesellschaftliches Engagement“ um Sicherung, Erhalt und Ausbau des Ensembles. Im Dezember 2016 erwarben wir, die Firma terraplan, den Bereich um das Speisehaus der Nationen.